Den richtigen Weg finden.
Beruf, Identität und Selbstwahrnehmung
Das Thema Beruf spielt in Deinem Leben eine entscheidende Rolle.
Nicht nur, weil Du dort einen Großteil Deiner Zeit verbringst, sondern weil Dein Beruf in unserer Gesellschaft häufig bestimmt, wie Du Dich selbst siehst – und wie andere Dich sehen.
Dein Beruf beeinflusst Deine Identität, Deine Persönlichkeit und Deine soziale Stellung. Viele Menschen identifizieren sich so stark mit ihrer Tätigkeit, dass sie beginnen zu glauben, sie seien ihr Beruf.
Doch eines ist wichtig zu verstehen:
Was Du beruflich machst, ist nicht gleichbedeutend mit dem, wer Du bist.
Dein Beruf ist eine Tätigkeit.
Dein Sein ist unabhängig davon.
Wenn Du diese beiden Ebenen vermischst, entsteht Abhängigkeit. Und Abhängigkeit erzeugt Angst.
Geld, Status und gesellschaftliche Konditionierung
Dein Beruf entscheidet darüber, wie Du Geld verdienst. Und Geld beeinflusst wiederum Deinen Lebensstil.
Wenn Du viel verdienst, lebst Du anders als wenn Du wenig verdienst. Das ist eine rein praktische Beobachtung. Doch psychologisch und energetisch passiert etwas viel Bedeutenderes:
Wir beginnen, unseren Wert mit unserem Einkommen zu verknüpfen.
Unsere Gesellschaft misst Erfolg häufig am Status und am finanziellen Ergebnis. Wer einen angesehenen Beruf mit hohem Einkommen ausübt, genießt Respekt. Wer wenig verdient oder keine Tätigkeit vorweisen kann, wird oft geringer bewertet.
So entsteht eine kollektive Konditionierung:
Beruf = Wert
Einkommen = Bedeutung
Status = Identität
Der Charakter eines Menschen rückt dabei oft in den Hintergrund.
Fragt man Menschen nach ihrem inneren Antrieb, nennen viele finanzielle Motive. Nur wenige sagen:
„Ich möchte innerlich wachsen.“
„Ich möchte ein guter Mensch sein.“
Das zeigt, wie stark Beruf, Geld und Selbstwahrnehmung miteinander verknüpft wurden.
Warum so viele Menschen beruflich unzufrieden sind
Beobachtet man die Realität, erkennt man ein Muster:
Viele Menschen sind mit ihrem Beruf unzufrieden. Und das betrifft nicht nur Tätigkeiten mit geringem Einkommen. Auch Menschen in hoch bezahlten Positionen berichten von innerer Leere.
Typische Begründungen sind:
- zu wenig Gehalt
- zu hohe Belastung
- fehlende Anerkennung
- mangelnde Selbstverwirklichung
Doch aus Sicht des Fearless Code sind dies nicht die eigentlichen Ursachen. Sie sind Symptome.
Die Ursache liegt tiefer.
Eine der Hauptursachen ist der unbewusste Glaubenssatz:
„Ich kann nicht mehr erreichen.“
„Ich bin nicht gut genug.“
„Ich habe nicht die Voraussetzungen.“
Hier beginnt der entscheidende Prozess.
Der verborgene Überlebensmechanismus
Unser Unterbewusstsein arbeitet noch immer nach einem uralten Prinzip:
Alles, worauf Du Deinen Fokus richtest, muss wichtig für Dein Überleben sein.
Für hunderttausende von Jahren diente nahezu jede Handlung dem Überleben. Daher interpretiert Dein Unterbewusstsein auch heute noch jede wiederholte gedankliche Beschäftigung als überlebensrelevant.
Wenn Du ständig denkst:
„Ich stecke fest.“
„Ich komme hier nicht raus.“
„Andere sind besser qualifiziert.“
Dann zieht Dein Unterbewusstsein eine logische, aber folgenschwere Schlussfolgerung:
„Dieser Zustand ist wichtig. Ich muss ihn stabilisieren.“
Und so beginnt es, Deine selektive Wahrnehmung entsprechend auszurichten.
Du nimmst Hinweise wahr, die Deinen Glauben bestätigen.
Du übersiehst Möglichkeiten, die ihm widersprechen.
Nicht weil sie nicht existieren.
Sondern weil Dein Fokus sie ausblendet.
Das Paradoxon: Erst fühlen, dann sein
Die meisten Menschen glauben:
„Wenn ich erst erfolgreich bin, dann fühle ich mich erfolgreich.“
Das ist eine Umkehrung der natürlichen Reihenfolge.
Die korrekte Reihenfolge lautet:
Erst fühlen, dann sein.
Wenn Du Schauspieler sein willst, Dich jedoch innerlich als „gewöhnlich“ oder „nicht talentiert“ definierst, erzeugst Du Trennung.
Trennung führt zu Mangel.
Mangel führt zu Wollen.
Wollen führt zu Angst.
Und Angst schwächt Deine Ich-Frequenz.
Deine Ich-Frequenz ist der Grad Deiner inneren Übereinstimmung mit Dir selbst. Wenn sie schwach wird, weißt Du, dass Deine Gedanken nicht mit Deinem natürlichen Zustand übereinstimmen.
Wahrnehmung folgt Gedanken
Deine Wahrnehmung ist niemals neutral.
Sie ist das Resultat Deiner Gedanken.
Wenn Du Dich beruflich unzufrieden fühlst, liegt das nicht am Beruf selbst, sondern an der Interpretation des Berufs.
Ein und dieselbe Tätigkeit kann von zwei Menschen völlig unterschiedlich erlebt werden – abhängig von ihren Glaubenssätzen.
Dein Denken ist unabhängig von äußeren Umständen.
Das bedeutet:
Du kannst jederzeit neu denken.
Egal, was gerade ist.
Wenn Dein Beruf Dich unglücklich macht, dann deshalb, weil Du Gedanken denkst, die Dich unglücklich machen.
Das ist keine Bewertung.
Es ist ein logischer Zusammenhang.
Der Wendepunkt: Eine Ebene tiefer gehen
Du kannst ein Problem nicht mit denselben Gedanken lösen, die es erschaffen haben.
Wenn Du sagst:
„Ich bin unglücklich mit meinem Beruf.“
Dann ist das eine Wirkung.
Die Ursache sind Deine Glaubenssätze.
Vielleicht:
„Arbeit ist hart.“
„Erfolg ist nur für andere.“
„Ich muss mich mit dem zufriedengeben, was ich habe.“
Diese Sätze wurden oft unbewusst übernommen – von Eltern, Schule, Gesellschaft.
Und sie laufen seit Jahren automatisch.
Neue Gedanken erzeugen neue Realität
Veränderung beginnt nicht im Außen.
Sie beginnt im Denken.
Wenn Du Dich beruflich erfüllt erleben willst, musst Du beginnen, so zu denken, wie Du denken würdest, wenn diese Realität bereits existiert.
Nicht als Wunsch.
Nicht als Hoffnung.
Sondern als innere Feststellung.
„Ich bin dankbar für meine Arbeit.“
„Ich entwickle mich stetig weiter.“
„Ich erkenne Möglichkeiten.“
„Ich bin wertvoll.“
Diese Gedanken müssen sich für Dich stimmig anfühlen. Sie dürfen keinen inneren Widerstand erzeugen. Sonst bleibt Deine Ich-Frequenz schwach.
Der Prozess der bewussten Neuausrichtung
Wenn Du neue Gedanken etablierst, geschieht Folgendes:
Du nimmst neue Hinweise wahr.
Du handelst anders.
Du befindest Dich an neuen Orten.
Du triffst neue Menschen.
Du ziehst neue Schlussfolgerungen.
Eine neue Kettenreaktion entsteht.
Und das ist kein Zufall.
Es ist das Gesetz von Ursache und Wirkung.
Neue Ursache (Gedanke) → neue Wirkung (Gefühl) → neue Handlung → neue Erfahrung → neue Realität.
Orientierung an dem, was Du willst
Orientiere Dich niemals ausschließlich an dem, was gerade ist.
Was Du als Realität wahrnimmst, ist immer Deine subjektive Interpretation.
Wenn Du die Art veränderst, wie Du über Deine Realität denkst, veränderst Du Deine Wahrnehmung.
Und Deine Wahrnehmung bestimmt Deine Handlungen.
Und Deine Handlungen bestimmen Deine Ergebnisse.
Abschließender Impuls
Überprüfe Deine Glaubenssätze zum Thema Beruf.
Drücken sie Trennung, Mangel oder Wollen aus?
Oder drücken sie Anwesenheit, Dankbarkeit und Vertrauen aus?
Formuliere sie so, dass Deine Ich-Frequenz stark bleibt.
Denn Dein Beruf ist nicht Deine Identität.
Dein Denken bestimmt Deine erlebte Realität.
Und das ist die eigentliche Freiheit.
Tutorial Information
Zeitaufwand
• ca. 30-60 Minuten
• Wöchentlich wiederholen, bis Deine neuen Glaubenssätze programmiert sind und Du Veränderungen wahrnimmst.
Wirkung
Du wirst das Thema Beruf aus einer anderen Perspektive betrachten und dadurch erkennen, welche Möglichkeiten Du tatsächlich besitzt! Vermutlich haben Dich bisher unvorteilhafte Glaubenssätze blockiert oder limitiert. Diese Glaubenssätze haben folglich auch Deine selektive Wahrnehmung negativ beeinflusst. Daher konntest Du unter Umständen nicht die Möglichkeiten wahrnehmen, die Du Dir wünscht. Durch das Programmieren neuer Glaubenssätze wird sich Deine selektive Wahrnehmung verändern und Du wirst Dinge (Möglichkeiten, Information, Menschen etc.) wahrnehmen, die Du vorher nicht wahrgenommen hast.
Tipp
Trage Deine neuen Glaubenssätze in ein Notizbuch ein, trage es immer bei Dir, und lese Deine neuen Glaubenssätze regelmäßig durch. Schreibe Deine Glaubenssätze so oft wie möglich auf, denn dadurch bekräftigst Du sie ebenfalls. Nutze Gedankenstützen, damit Du permanent an Deinen neuen Glaubenssatz erinnert wirst.
Downloads
Hier kannst Du die Anleitung und das Arbeitsblatt für das Tutorial zum Ausdrucken als PDF downloaden.
So programmierst Du einen neuen Glaubenssatz zum Thema Beruf:
Hinweis: Verwende das Arbeitsblatt zum Tutorial, um Deine Glaubenssätze zu identifizieren, definieren und programmieren.
Wichtig ist, dass Du Deine eigenen Worte und Ausdrucksweisen verwendest! Schreibe so, wie Du denkst!
1. Gehe in Deine Ich-Frequenz – denke an jemanden, den Du liebst, oder etwas, das Du liebst.
2. Denke über Deinen Beruf, Deine Perspektiven, Dein Einkommen etc. nach. Beobachte, wie Du Dich fühlst, z.B. wenn Du über diese Themen denkst. Wie reagiert Deine Ich Frequenz?
Deine Ich Frequenz wird stärker:
Notiere ein paar Stichpunkte dazu unter 1.
Dieser Bereich beschreibt, wie Du bisher gedacht hast.
4. Überlege Dir anschließend, ob Du weiterhin so denken möchtest, oder ob Du Deine Gedanken noch etwas optimieren willst, damit Du z.B. noch mehr Sicherheit, Zuversicht oder Möglichkeiten (Überfluss) ausdrückst, wenn Du über Deinen Beruf nachdenkst.
Wenn Du Dir im Klaren darüber bist, wie Du denken möchtest, notiere die Gedanken unter 5. (Auch wenn sie identisch mit 1. sind!)
Dieser Bereich beschreibt, wie Du jetzt denken willst.
Mache anschließend hier bei Punkt 5. weiter.
Deine Ich Frequenz wird schwächer:
Identifiziere die Worte, durch die Du z.B. Sorge, Ungewissheit, Unsicherheit, Nicht-Vertrauen etc. ausdrückst.
Notiere diese Gedanken unter 1.
Dieser Bereich beschreibt, wie Du bisher gedacht hast.
4. Definiere jetzt für Deinen neuen Glaubenssatz Gedanken, die eine Anwesenheit eines erfolgreichen und erfüllenden Berufs ausdrücken. Wie kannst Du über Deine Arbeit denken, dass Du Dich gut fühlst und eine starke Ich Frequenz hältst? Formuliere Gedanken, die zu Deiner Ebene passen: Feststellungen, die Du ohne Widerstand denken und fühlen kannst, d.h. Deine Ich Frequenz bleibt konstant oder bessert sich. Nicht gleich ganz nach oben!
Notiere diese Gedanken (als Stichpunkte) unter 5.
Dieser Bereich beschreibt, wie Du jetzt denken willst.
Mache hier bei Punkt 5. weiter.
5. Formuliere als nächstes, wie Du Dich bei Deiner Arbeit fühlen willst und notiere es unter 2.
6. Formuliere dann, was Du bei Deiner Arbeit wahrnehmen möchtest und notiere es unter 3.
7. Kombiniere jetzt die Punkte 2. und 3. zu einer einzigen Feststellung (kann aus mehreren Sätzen bestehen!) und notiere sie unter 4.
8. Kombiniere Deine Feststellung 4. mit den neu definierten Gedanken / Inhalten 5. zu Deinem neuen Glaubenssatz (ebenfalls als Feststellung!). Notiere ihn unter 6.
9. Notiere Deinen Glaubenssatz an so vielen Stellen wie möglich. Schreibe Dir kleine Zettel und verteile sie. Schreibe den Glaubenssatz in ein Notizbuch und führe es immer bei Dir. Es geht darum, dass Du so oft wie möglich an Deinen neuen Glaubenssatz erinnert wirst. Du kannst Dir auch Gedankenstützen bauen, wie z.B. kleine bunte Punkte zum Aufkleben, die Du überall verteilst. Sei kreativ!
10. Denke ausschließlich diesen neuen Glaubenssatz! Denke ihn so oft wie möglich, z.B. wenn Du über Deinen Beruf nachdenkst, oder wenn Du merkst, dass Deine Ich Frequenz schwächer wird, weil Du unsicher wirst, z.B. weil Du Dir Sorgen um Deine Zukunft machst oder sonstige Zweifel besitzt. Immer dann, wenn das Thema Beruf / Arbeit relevant ist.
11. Du solltest handeln! Fange an und bleibe diszipliniert dabei, bis Dein neuer Glaubenssatz programmiert ist und Du bemerkst, dass sich bei Deinem Berufsleben etwas verändert.
Überprüfe regelmäßig Deine Ich Frequenz und korrigiere nötigenfalls Deinen Glaubenssatz.
12. Absolviere weitere Tests mit den dazugehörigen Tutorials, da alles zusammenhängt und Deine Fähigkeiten sich gegenseitig beeinflussen. Daher ist es sehr wichtig, dass Du an allen Deinen Fähigkeiten arbeitest bzw. eine starke Ausprägung erreichst.
Deine Ich Frequenz zeigt Dir jederzeit, wo noch Handlungsbedarf besteht.
Höre auf sie!